Start in Online-Versandhandel

Checkliste Start in Online-Versandhandel

Noch nie war es so einfach, eigene Produkte zu präsentieren und zu vertreiben. Dank diversen Online-Shop-Baukästen und der Möglichkeit, Produkte auf Marktplätzen wie eBay, Dawanda, Etsy und Co. zu verkaufen, können auch Laien mit wenigen Klicks ein lukratives Business ins Rollen bringen.

Das war nicht immer so - vor einigen Jahren war der Start eines eigenen Online-Shops noch mit massiven Investitionen verbunden, heute kann man sich schnell und für wenig Geld ins gemachte Nest setzen. Wer eine Powerpoint-Präsentation zustande bekommt, schafft es auch, einen ansehnlichen Online-Shop ins Netz zu stellen.

Hier die Checkliste - Was man für den Einstieg braucht:

1. Ausgereiftes Konzept

  • Was will ich verkaufen?
  • Wie sieht die Konkurrenz aus? Welche Preise muss ich anbieten um attraktiv zu sein? Rechnet sich das für mich?
  • Wie komme ich an Kunden? Was wird mich das Kosten? Kann sich das rechnen?

Diese Fragen muss man vor dem Start klar beantworten und dann im Betrieb auch immer wieder kontrollieren, ob die aufgestellten Hypothesen auch so eintreten.

2. Shop System

Hier muss man sich entscheiden zwischen klassischer Shop-Software, die man auf einem eigenen Webserver installiert, und Anbietern in der Cloud, bei denen man den Shop mietet.

In der Regel sind Systeme, die man auf dem eigenen Server installiert, besser an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Je nach System kann man fast alles nach Belieben gestalten. Das erfordert allerdings einiges an Know-How und einen IT-Fachmann, der das System installiert und einrichtet.

Einfacher ist der Start mit einem Shop-System, dass man in der Cloud mietet. So entfallen viele technische Fragen und Probleme, da man sich nicht mit Servern, Hosting, Performance usw. herumschlagen muss.

Alle Shopsysteme bieten in der Regel Vorgaben, die dafür sorgen, dass der Shop auch allen rechtlichen Standards genügt. Bei internationalen Anbietern muss man aber eventuell besonders aufpassen, da nicht jeder alle Deutschen Vorgaben zu Daten- und Verbraucherschutz standardmäßig integriert hat.

Unsere aktuellen Lieblinge:

  • Cloud-Lösungen: Squarespace, jimdoo, wix
  • Shop-Software: ePages, gambio, shopware, magento

3. Logistik-Konzept

Der Shop ist live, die erste Bestellung flattert in´s Haus. Jetzt gilt es, beim Kunden einen perfekten Eindruck zu hinterlassen. Das fängt bei einer ansprechenden Verpackung an - viele Untersuchungen zeigen, dass Verpackung und Beilagen erheblich zur Entscheidung beitragen, ob der Kunde noch einmal bestellt.

Geht das Paket dann auf Reisen, sollte der Kunde ein Höchstmaß an Transparenz genießen und den Versandweg im Idealfall in Echtzeit nachvollziehen können.

Auch hier führen viele Wege nach Rom:

Do-it-Yourself - Selber einpacken, selber Versand buchen (das ist in der Regel über eine Schnittstelle im Shopsystem möglich), selber Versandlabel aufbringen, selber zur Post oder zum Paketshop bringen. Für den Start ist das sicher die zu empfehlende Variante, da es wichtig ist, genau zu verstehen, wie der Prozess funktioniert.

Fulfillment partner - Hier gibt man einen Teil des Prozesses an einen Dienstleister ab. Der Dienstleister holt dann entweder die bestellte Ware ab und kümmert sich um den weiteren Prozess, oder die Ware lagert auch gleich beim Dienstleister und wird dort nach Freigabe verarbeitet. Wichtig ist in beiden Fällen, dass der Endkunde und der Shopbetreiber jeweils transparent und in Real-Time sehen können, was mit der Ware gerade passiert bzw. in welchem Stadium des Prozesses sie sich befindet. Die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister mach schon ab kleinen Mengen Sinn. Durch die effizienten Prozesse bei einem Fulfillment-Profi wird der Versand deutlich vereinfacht und in der Regel auch deutlich günstiger.

Mit Packator bieten wir fast alle Services in diesem Bereich aus einer Hand an. Für jedes Sendungsvolumen und jedes Produktsortiment erstellen unsere Fulfillment-Experten ein individuelles Angebot.

4. Funktionierende Buchhaltung

Ein genauso unbeliebter wie wichtiger Aspekt ist die saubere buchhalterische Abwicklung des Geschäfts. Der Kunde muss eine Rechnung erhalten, die den gesetzlichen Anforderungen genügt. Die Zahlung vom Kunden muss dann mit der Forderung aus der Rechnung abgeglichen und entsprechend verbucht werden. Außerdem müssen Retouren gutgeschrieben und erstattet werden. Nur bei einem sehr hohen Automatisierungsgrad und einer sehr guten Organisation an dieser Stelle kann ein Online-Shop wachsen und gedeihen, ohne an der Menge an Belegen und dem damit verbundenen Aufwand zu ersticken.

Auch hier gibt es spannende Tools, die das Leben einfacher machen. Unsere Lieblinge sind hier:

  • fastbill
  • sevDesk
  • billomat

5. Marketingplan

Immer wieder sehen wir tolle Shops, die leider ohne eine Idee zur Kundengewinnung gestartet werden. Die Tatsache, dass man einen Shop im Internet veröffentlicht, bringt leider keine Kunden und Verkäufe, sondern eher die große Gefahr, dass man in der schieren Masse der Shops gnadenlos untergeht.

Händler, die bereits ein funktionierendes stationäres Business haben, sollten das als Sprungbrett für Ihren Online Shop nutzen. Das heißt, man muss ohne Angst vor Kannibalisierung bei den stationären Kunden für das Versandangebot werben. Im nächsten Schritt kann man dann über Empfehlungs-Marketing Aktionen diese Basis nutzen, um die Kundenbasis weiter auszubauen. Das kann schon ein Gutschein sein, den die Kunden an Freunde und Bekannte weitergeben können. Außerdem kann man den Umsatz mit dem Kunden steigern, indem man Services anbietet, die nur rein im Ladengeschäft nicht möglich sind. Warum sollte man beim Kauf von ein paar neuen Socken nicht anbieten, alle 3 Monate ein neues Paar zuzuschicken?

Eine andere erfolgreiche Strategie ist die Besetzung von klaren Nischen. Das können spezielle Produkte sein, oder evtl. auch die Ausrichtung auf eine ganz spitze Zielgruppe. Ein gutes Beispiel ist hier http://www.heu-kaufen.com/ Mit der der spitzen URL und der klaren Fokussierung schafft es die Seite auch bei Google auf die vorderen Plätze und kann so neue Kunden ziehen.

In jedem Fall ist die Kundengewinnung der teuerste und auch der anstrengendste Teil beim Start eines erfolgreichen Versand-Business. Wer hier keine klare Idee hat, sollte sich im Vorfeld um kompetente Beratung zum Thema kümmern.

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