Lastenräder mit Prämie

Wir sehen Lastenräder als einen ganz wichtigen Baustein, wenn es darum geht, wie in Zukunft die letzte Meile in der Stadtlogistik abgewickelt wird. Direkt vor unserer Haustüre starten gerade ein Modellprojekt der großen Paketdienste. Für einen ganzen Stadtteil werden dann in einem HUB die Pakete auf Lastenräder umgeschlagen und damit zugestellt. Wir sind sehr gespannt, was da in Bewegung kommt. Außerdem gibt es aktuell eine ganze Menge Bewegung bei der Förderung von Lastenrädern. Das Thema haben wir uns daher hier mal etwas genauer angeschaut.

Seit dem 1. März 2018 gibt es vom Staat beim Neukauf eines Schwerlastrades Unterstützung durch die Übernahme von 30 Prozent der Anschaffungskosten, maximal liegt die Kostenübernahme bei 2.500 Euro pro Fahrrad. Diese Förderung erfolgt bei Schwerlasträdern mit einem E-Antrieb und mit einer Zuladungskapazität von 150 Kilogramm sowie einem Ladevolumen von einem Kubikmeter. Dabei fallen auch elektrifizierte Fahrradgespanne sowie Lastenanhänger unter die Förderkriterien. Auch diese Förderung gilt rückwirkend für solche Lastenräder, die seit dem 29.November 2017 gekauft worden sind. Somit ist diese Unterstützung auch für einen Kurierdienst sehr interessant, weil hier der Staat beim Kauf eines entsprechenden Firmenlastrades einiges vom Kaufpreis mit übernimmt. Das gilt auch für einen Fahrradkurier, der sich selbständig machen möchte.

Teilnahme nur als gewerbetreibender Fahrradkurier oder Kurierdienst

Das Angebot zur Unterstützung gilt seit März jedoch nur für gewerbetreibende Radfahrer.

Dabei sind private Unternehmen unabhängig von deren Rechtsform (dazu gehören auch Genossenschaften) und unabhängig von der Art der Tätigkeit (dazu gehören auch freiberuflich Tätige), Unternehmen mit einer kommunalen Beteiligung, Forschungseinrichtungen sowie Krankenhäuser sowie die Träger von Kommunen (Gemeinde, Städte, Landkreise) und öffentliche, religionsgemeinschaftliche sowie gemeinnützige Hochschulen (nicht dabei ist die Volkshochschule) antragsberechtigt.

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums durch diese neue Kleinserien-Richtlinie. Dabei ist für die Antragsstellung (wie beim Kauf eine E-Autos und der damit verbundenen Kaufprämie) das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit Sitz in Eschborn zuständig.

Einzelne Städte mit einem eigenen Förderprogramm

Einige Städte in Deutschland haben eigene Förderprogramme aufgelegt, welche sich teilweise auch an Privatpersonen richten. Dazu gehört u.a. München. Hier wird beispielsweise der Kauf eines Lastenrades mit bis zu 1.000 Euro unterstützt. Solche Angebote gibt es unter anderem auch in Limburg (Unterstützung bis zu 600 Euro), Regensburg (Unterstützung bis zu 1.000 Euro, Dachau (Unterstützung bis zu 1.000 Euro), Heidelberg (Unterstützung bis zu 500 Euro oder in Bamberg (Unterstützung bis zu 300 Euro).

Cargobikes haben derzeit ungefähr einen Anteil von 5 Prozentam Gesamtfahrradmarkt. Damit sind die Räder noch ein Nischenprodukt. Aus diesem Grund geringen Stückzahlen sind die Anschaffungspreise teilweise noch sehr hoch. Wenn jetzt aufgrund der Kaufprämien die Nachfrage erheblich steigen sollte, wird diese Räderart schnell günstiger werden.

Photo by Gaspar Csaki from Pexels

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